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Wirkungsweise

Das Moor, wissenschaftlich exakt als Torf bezeichnet, entfaltet seine Wirkung bei einem Moorbad auf drei Ebenen:

1. Ebene - Wirkungen durch spezieller Moorinhaltsstoffe
Das örtliche Moor hat einen hohen Gehalt an Fulvin- und Ulminsäuren, die eine agonistische Wirkung auf die D2-Dopamin- sowie a1 und a2 -Rezeptoren haben. Sie treten beim Moorbaden durch die Haut und entfalten so ihre hormonregulierenden Eigenschaften (Prolaktinsenkung, Östrogenerhöhung, Verbesserung der Durchblutung). Damit besitzt dieses Moor eine sehr hohe biologische Aktivität.

2. Ebene – Wärmewirkungen
Die Wärmeübertragung durch das Moorbad - wegen seiner hohen Dichte auch „schwarze Daune“ genannt - ist unübertroffen. Dem Körperkern wird dabei die siebenfache Wärmemenge eines Wasserbades von gleicher Temperatur zugeführt. Je dickbreiiger das Moor, desto länger bleibt die Wärme gespeichert. Ein Moorbad wird auf eine Temperatur von bis zu 43 Grad erwärmt. Dadurch kann die Körpertemperatur um ein bis zwei Grad ansteigen. Es kommt zu einer deutlichen Verbesserung der Durchblutung im Unterleibsbereich wie auch im Gesamtorganismus - mit allen positiven Vitalisierungs- und Entspannungseffekten.

3. Ebene - Durchlässigkeit der Haut
Der entscheidende Aspekt liegt im Zusammenwirken von Inhaltsstoffen und Wärme. Erst die wärmebedingte Öffnung der Poren schafft die Voraussetzung, dass die genannten Inhaltsstoffe in hohem Maß durch die Haut in den Organismus gelangen können.

In einem dickbreiigen Moorbad, wie es in Bad Kohlgrub und Bad Bayersoien verabreicht wird, ist die Wirkung intensiver, als in Wasserbädern mit Moorzusatz. Dies ist in der hohen Dichte des Badetorfs und der dadurch erhöhten Wärmeübertragung begründet.

Im Rahmen einer Moortherapie angewandt sind Moorbäder Teil einer ganzheitlichen Therapie. Im Mittelpunkt dieser Therapie steht das körperliche und seelische Wohlbefinden der Patienten. Weitere, ergänzende Anwendungen und Therapien werden individuell auf die Bedürfnisse der Gäste angepasst.

 

 

Angemerkt

Auf Grund seiner Wirkungsweise wird die Moortherapie auch bei anderen Frauenleiden eingesetzt, wie

  • Amenorrhoe,
  • Anorexie,
  • Adhäsionen,
  • chronisch entzündliche Erkrankungen,
  • Folikelreifungsstörungen,
  • Endokrine Dyregulation mit Entwicklungsretardierung,
  • Östradioldefizite in der Prae-, Peri- und Post-Menopause
  • Zyklusanomalien.

Daneben findet eine Moorkur klassischerweise Anwendung bei:

  • Arthrosen,
  • Degenerative und deformierende Gelenkserkrankungen,
  • Gicht,
  • Gutartige Prostataleiden,
  • Hormonelle Störungen,
  • Muskelrheumatismus,
  • Nachbehandlung bei Unfällen,
  • Nervenschäden,
  • Osteoporose,
  • Störungen des vegetativen Nervensystems,
  • Stressabbau,
  • Wirbelsäulenschäden,
  • Unterstützend bei Parkinsonerkrankung.

Kontraindikationen

Ein Moorvollbad sollte nicht angewandt werden bei:

  • akuter Venenthrombose, 
  • akuter Endometriose, 
  • akutem Schlaganfall,
  • akut entzündlichen Herzerkrankungen (Warmanwendungen),
  • Endo-, Myo, Peri-Karditis,
  • Gravidität,
  • Kreislaufinsuffizienz,
  • Krebserkranktungen,
  • offenen Wunden (Infektionsgefahr), 
  • Schwangerschaft,
  • zebrovaskulären Blutungen

Liegt eine Kontraindikation vor ist es ratsam, mit dem Arzt Alternativen abzuklären. So ist in manchen Fällen der Einsatz von Moorpackungen möglich.

 
 

Kur- und Tourist Information Bad Kohlgrub
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82433 Bad Kohlgrub
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Fax +49 (0) 88 45 / 74 22-44

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